Die Trommelgruppe der Lachsbach-Schule
Seit dem 7.September 2009 gibt es an der Lachsbach-Schule eine Trommelgruppe. Sie
findet momentan im Rahmen unseres Ganztagsangebotes immer donnerstags von 14.30 bis
16.00 Uhr statt.
Es nehmen 3 Mädchen und 3 Jungen im Alter zwischen 11 und 15 Jahren daran teil. Der
Schwerpunkt liegt auf lateinamerikanischen Rhythmen und orientiert sich weitgehend
an der Musik von Carlos Santana.
Die Lachsbach-Schule ist eine Verbundförderschule der Stadt Bad Laasphe mit den Förderschwerpunkten
Lernen und Sprache. Gegenwärtig besuchen 74 Kinder unsere Schule. Es gibt bei uns
keine herkömmlichen Klassen wie in Regelschulen, die Kinder werden allerdings im
Klassenverband als Lerngruppe unterrichtet. Die an diesem Projekt beteiligten Kinder
kommen aus insgesamt 3 Lerngruppen und sind zwischen 11 und 14 Jahre alt.
Da es an unserer Schule keine Fachkraft für den Musikunterricht gibt, wird Musik
„fachfremd“ erteilt. Dies bedeutet, dass jede Lehrerin/jeder Lehrer musikalische
Aspekte nach eigenen Möglichkeiten und Fähigkeiten in den Unterricht einbindet. An
dieser Situation wird sich auch in absehbarer Zeit voraussichtlich nichts ändern.
Die individuellen Förderaspekte für die teilnehmenden Kinder sind vielfältig. Im
Vordergrund steht natürlich die Verbesserung der musikalisch-rhythmischen Fähigkeiten.
Allerdings werden gleichzeitig verschiedene Aspekte der Wahrnehmung angesprochen
und somit gefördert. Im Einzelnen sind dies:
- Die taktile Wahrnehmung (Das Tasten und Fühlen). Die Kinder erfahren, dass der
direkte Kontakt der Hände mit der Trommel quasi ein taktiles Abbild hinterlässt.
Je nach Intensität werden die Hände dabei rot und recht warm. Das bedeutet, dass
es notwendig ist, auch eine angemessenen Technik zu entwickeln.
- Die propriozeptive Wahrnehmung (Die Stellung und Spannung der Muskeln, Sehnen und
Gelenke). In diesem Wahrnehmungsbereich ist fast der gesamte Körper einbezogen. Vorrangig
sind zwar die Hände und deren differenzierte Stellung in Bezug auf das Fell der Trommeln
angesprochen, allerdings ist im Allgemeinen auch der ganze Körper in Bewegung. Außerdem
ist es ein Unterschied, ob ich im Stehen oder Sitzen trommle.
- Die auditive Wahrnehmung (Das Hören). Hier ist neben dem reinen Hören unterschiedlicher
Klänge und Klangabfolgen (Patterns) auch die auditive Speicherfähigkeit angesprochen
und kann dadurch verbessert werden. Eine Fähigkeit, die die Kinder im täglichen Unterricht
immer wieder benötigen.
- Die visuelle Wahrnehmung (Das Sehen). Der wichtigste Aspekt der visuellen Förderung
ist bei diesem Projekt die Verbesserung der Auge-Hand-Koordination. Bewegungsabläufe
müssen mit der Zeit automatisiert werden. Je besser dies gelingt, umso mehr Möglichkeiten
können sich bei einem rhythmischen Zusammenspiel innerhalb der Gruppe ergeben.
Unter der Voraussetzung, dass alle teilnehmenden Kinder demnächst entweder mit Congas
oder Bongos regelmäßig umgehen können, wird es wahrscheinlich möglich sein, in Zukunft
kleine, kurze Auftritte zu realisieren. Die Kinder fragen bereits danach. Eine Möglichkeit
wird im Rahmen des innerschulischen „Talentschuppens“ in der Vorweihnachtszeit gegeben
sein. Dort wird unser erstes kleines Stück vorgeführt. Denkbar sind grundsätzlich
kurze Auftritte im Rahmen schulischer, später vielleicht sogar außerschulischer Veranstaltungen.