verfasst von Frau Aßmann
(Erzieherin), zuständig für das Betreuungsangebot an der Lachsbach-Schule!
1.
Der Betreuungsraum
Er unterscheidet sich durch
Raumgestaltung und Materialangebot von den Klassenräumen. Es gibt
abgetrennte Ecken und Gruppentische für die unterschiedlichsten Aktivitäten,
aber auch Raum zum Zurückziehen und Entspannen.
Die verschiedensten Materialien,
Spiele und Geräte stehen zur freien Verfügung.
2.
Arbeitsweise der Betreuung
Die Arbeit in der Betreuung
orientiert sich an den Bedürfnissen der Kinder. Dies geschieht nach
einem offenen Konzept.
Nicht das Lernen steht im
Vordergrund, sondern das Erfahren von Sinnzusammenhängen, in denen
Lernen geschieht.
Die Freude am Tun soll entfaltet
werden nach dem Motto:
|
-
So wenig Vorgaben wie möglich,
so viel Anleitung wie nötig
-
So wenig Druck wie nötig,
so viel Freiheit wie möglich.
|
3.
Inhalte der Betreuung
Die Betreuung bietet Raum
und Zeit:
-
für freie Aktivitäten
-
zum Spiel mit anderen
-
für Gespräche
-
um sich zurückziehen und
zu entspannen
-
zum Kennenlernen und Ausprobieren
vielfältiger Materialien (Materialangebote mit Aufforderungscharakter)
-> bewusste Auswahl von Materialien - weniger ist oft mehr)
-
zum Aufgreifen von Anregungen
-
zum Erfahren der eigenen Fähigkeiten,
deren Nutzung und Erweiterung
-
für Kontakte und zum Kennenlernen
anderer Schüler (durch unterschiedlichste Gruppenzusammensetzungen)
-
um Hausaufgaben zu machen
-
um Lernstoff zu üben
-
um Konflikte aufzuarbeiten und
zu lösen
-
um über persönliche
Probleme zu sprechen
Neben den freien Aktivitäten
werden Projekte gemeinsam durchgeführt!
-
z. B. können die Schüler
an einem Nähmaschinenkurs teilnehmen
-
Regenstäbe für den
Musikunterricht bauen
-
einen “Fußtastweg” für
die Projektwoche erstellen
-
Entspannungsübungen machen
-
Tanz mit Schwarzlichttheater
einüben und zu den Schulmusiktagen aufführen
-
“Kunstwerke” zur Ausschmückung
unserer Schule anfertigen
-
u.s.w.
Die Angebote werden
ständig ergänzt und/oder wechseln.
Der Einsatz im Unterricht
ermöglicht differenziertes Arbeiten in Kleingruppen.
Ferner gibt es Zeiten, die
nicht fest in den Stundenplan eingebunden sind. Dies bietet die Möglichkeit,
sich einzelnen Schülern zuzuwenden und sich Zeit für ihre Probleme
zu nehmen oder Konflikte aufzugreifen und darüber zu reden.
Durch die Teilnahme an dem
Arbeitskreis der Kindergärten, der Grundschule und der Sonderschule
werden untereinander Kontakte geknüpft und der Austausch durch gegenseitige
Besuche, Teilnahme an Elternabenden und Fortbildungsveranstaltungen gefördert.
Es werden gemeinsame Aktivitäten
geplant und durchgeführt, z.B. Laternenumzug oder Theatervorführungen.
Zielvorstellung des Arbeitskreises
ist die Erstellung eines gemeinsamen Erziehungskonzeptes.
Heilpädagogische Arbeit an der Lachsbach-Schule (Ulrike Berk)
Arbeitszeit:
zwei mal wöchentlich mit insgesamt 9 Schulstunden.
Beschreibung der Tätigkeit:
Unterrichtsbegleitung und Unterrichtsergänzung in Klassen der Unterstufe
Als Heilpädagogin richte ich mich nach den Lehr und Förderplänen der Lehrkräfte,
die den Unterricht planen und durchführen.
Meine Aufgabe ist es einmal, den Kindern begleitend im Unterricht zur Seite zu stehen.
Das beinhaltet schwerpunktmäßig ihre Motivation zu steigern, Lernstrategien zu entwickeln und Verhaltensänderungen herbei zu führen, die sich auf das Sozialverhalten und die schulischen Leistungen positiv auswirken.
Zum anderen findet Unterricht im Heilpädagogik-Raum statt.
In kleinen Einheiten (2- 5) Kindern führe ich hier „Förderunterricht" durch. Auch
wenn im Bereich Mathematik und Deutsch auf den ersten Blick die Schwerpunkte
liegen, versteht sich eine Heilpädagogische Übungsbehandlung (HPÜ) grundsätzlich als ganzheitliche Fördereinheit. Das Kind wird zum Lernen mit allen Sinne aufgefordert.
Konflikte und Lernstörungen können und dürfen hier einen ganz eigenen Raum einnehmen.
Die HPÜ wird damit regelmäßig zur therapeutischen Einheit.
Ausblick:
Als heilpädagogische Fachkraft benötige ich die intensive Zusammenarbeit mit den
Lehrkräften, was uns nur bei sehr gutem Zeitmanagement gelingt.
Zusätzlich besteht der Wunsch, an der Elternarbeit mehr beteiligt zu sein.
Grundsätzlich sehe ich den dringende Bedarf, die Heilpädagogik an der Schule
auszuweiten.
Ulrike Berk
|